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Wann das Gespräch aufhört. Diskursstrategien der völkischen Rechten entgegentreten.

7. Februar 2019 | 18:30 - 20:30

Von Tom David Uhlig

Gegenwärtig hört man häufig, man müsse mit Neurechten bzw. Rechtspopulisten das Gespräch suchen, sie in der Debatte stellen und dort die Unhaltbarkeit ihrer Position entlarven. Diese Aufforderung scheint einer Logik zu folgen, nach der sich im freien Austausch der Argumente, das besseren schon durchsetzen werde. Dieser naive Ansatz verschleiert dabei zum Einen die gesellschaftliche Wirklichkeit, in der die Bedingungen eines solchen freien Austauschs überhaupt nicht gegeben sind. Allerorts werden Menschen von der öffentlichen Diskussion ausgeschlossen, was ja auch die erklärte Absicht der völkischen Rechten ist. Zum anderen verkennt er aber auch die Wirkweise völkischer Propaganda, die eben überhaupt nicht vorsieht, politische Positionen auf den Prüfstand zu stellen, sondern Ressentiments entfachen will. Es geht dabei nicht darum, den Zuhörer*innen irgendeinen Gedanken zu vermitteln, der nicht von Anfang an ihr eigener gewesen ist, sondern um die Mobilisierung menschenverachtender Gefühle.
Der Vortrag versucht diese Problemkonstellation anhand konkreter Beispiele, wie den Auseinandersetzungen auf der Frankfurter Buchmesse 2017, zu erhellen und zu diskutieren.

Referent: Tom David Uhlig ist Mitarbeiter der Bildungsstätte Anne Frank und Mitherausgeber der Freien Assoziation. Zeitschrift für psychoanalytische Sozialpsychologie.

Details

Datum:
7. Februar 2019
Zeit:
18:30 - 20:30